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Der Einsatz unter Atemschutz zählt zu den gefährlichsten Einsatzaufgaben und setzt deshalb wichtige Sicherheitsvorkehrungen und eine gute Aus- und Fortbildung der Trupps sowie entsprechende Einsatzausrüstung voraus.

 

 

Ein Atemschutztrupp besteht in Österreich aus Sicherheitsgründen aus drei Personen, da bei Übelkeit oder Verletzung eines Kameraden mindestens zwei Kameraden zur Rettung aus dem Gefahrenbereich notwendig sind. Nur in Ausnahmefällen dürfen auch weniger Feuerwehrmitglieder den Gefahrenbereich betreten. Bei Bedarf kann der Atemschutztrupp auch erweitert werden, z.B. auf 4 Mann. Der Truppführer wird vor dem Einsatz bestimmt und bekommt seine Aufträge vom Einsatzleiter.  Ein Atemschutztrupp darf erst in den Gefahrenbereich, wenn ein Sicherungstrupp mindestens schon nachalarmiert wurde.

Bei den österreichischen Feuerwehren ist üblicherweise nur umluftunabhängiger Atemschutz erlaubt. Unter umluftunabhängiger Atemluft werden Geräte verstanden, welche den Atemschutzgeräteträger von der Umgebungsatmosphäre isolieren und mit atembarem Gas aus einer nicht verunreinigten Quelle versorgen. Diese Geräte werden daher auch als Isoliergeräte bezeichnet und bestehen aus einem Atemanschluss und einer Luftversorgungseinrichtung.

Meist werden frei tragbare Isoliergeräte z.B. Pressluftatmer verwendet. Auf Grund der begrenzten Luftmenge ist jedoch die Einsatzzeit meist auf 15 - 30 Minuten begrenzt. Die Einsatzdauer ist abhängig vom Alter des Atemschutzgeräteträgers, von der körperlichen Leistungsfähigkeit und der Art der Belastung im Einsatz.